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Zu "Frank Specht" wurde 1 Titel gefunden

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Rüstung außer Kontrolle
In der internationalen Politik herrscht eine Unruhe wie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. Militärische Gewalt ist allgegenwärtig und die weltweiten Militärausgaben befinden sich auf einem Allzeithoch. In gewisser Hinsicht scheint die Lage sogar gefährlicher als in den Hochzeiten des Ost-West-Konflikts: Waffensysteme sind ausgereifter, Vorwarnzeiten für reichweitenstarke Waffen kürzer, Präzision, Sprengkraft und Zerstörungswirkung konventioneller wie nuklearen Waffensysteme ungleich höher. Unter diesen Bedingungen ist das Thema Rüstungskontrolle aus dem Fokus geraten, kaum noch jemand spricht von Abrüstung. Die wichtigsten Rüstungskontrollverträge sind gekündigt, ausgelaufen oder politisch entleert. Auch Deutschland und Europa setzen massiv auf Aufrüstung, der Großteil davon schuldenfinanziert. In einer Welt voller Raubtiere versuchen viele Staaten derzeit offenkundig selbst zum Raubtier zu werden und setzen auf eigene Stärke, militärische Handlungsfähigkeit und investieren massiv in Rüstung. So nachvollziehbar die Gründe für diese Entwicklungen auch sein mögen, gilt es, Abschreckung und Rüstungskontrolle wieder zusammenzudenken. Denn Rüstungskontrolle ist keine Schönwetterveranstaltung. Sie ersetzt politische Konfliktlösungen nicht, und sie steht auch nicht im Widerspruch zu Verteidigungsfähigkeit als Mittel gegen militärische Gewalt. Gerade deshalb ist sie beides zugleich: Ziel und Instrument. Dieses Heft nimmt Rüstungsdynamiken umfassend in den Blick. Die Autor:innen durchleuchten die Krise der Rüstungskontrolle, adressieren Strategien wichtiger Akteure und diskutiert kontrovers neue technologische Herausforderungen im Bereich Rüstungskontrolle wie auch die deutsche (Auf-)Rüstungspolitik.